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Gold als Geldanlage


Auf Grund der noch ungeklärten Schuldenkrise in Europa und Inflationsängsten raten viele Experten das Vermögen verstärkt auf Sachwerte auszurichten. Neben Aktien und Immobilien werden dabei Edelmetalle als Anlagealternative genannt. Hierzu haben wir einen Profi, den Vermögensverwalter und Autor zahlreicher Fach-Artikel Holger Bufe interviewt.


Allgemein wird empfohlen, Gold oder andere Edelmetalle langfristig als Sicherungsmittel gegen möglichen Inflations- und Währungsreformgefahren zu erwerben. Wie ist Ihre Meinung dazu?
Dies ist sicherlich keine schlechte Idee. Gold ist eines der Edelmetalle, das schon in vielen vergangenen Kulturen als wertvoll angesehen wurde. Und diesen Glanz wird es sicherlich auch in Zukunft nicht verlieren. Im Falle einer Währungsreform wird das Papiergeld ganz an Wert verlieren. Besitzer von Sachwerten wie eigengenutzte Immobilien, Aktien und Edelmetalle sollten dann die langfristigen Gewinner einer solchen Reform sein. Und Gold hat schon viele Papiergeld-Währungen überstanden.

Die Kapitalanlage in Gold kann in drei Anlagegruppen (Physisches Gold, Börsengehandelte Goldprodukte, Anteile an Goldminenunternehmen) erfolgen. Welche Variante empfehlen Sie?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Es kommt auf das Anlageziel an. Wer sich gegen eine Währungsreform absichern möchte, ist mit physischem Gold sicherlich nicht schlecht bedient. Wer dagegen auf den Goldpreis spekulieren möchte, sollte auf börsengehandelte Goldprodukte setzen. Die Erwerbsgebühren sind in der Regel niedriger und der An- und Verkauf ist über die Börsen einfacher möglich. Bei Goldminenaktien sollte sich der Anleger intensiv mit den Fundamentaldaten der Unternehmen auseinandersetzen. Minengesellschaften sind schwierig einzuschätzen. Hier sollten Anleger eventuell auf Investmentfonds zurückgreifen.

Welchen Betrag seines Vermögens sollte man in welche Edelmetalle investieren?
Edelmetalle bringen keine Zinsen und unterliegen Preisschwankungen. Deshalb sind Edelmetalle als Anlage weniger geeignet. Zur Vermögenssicherung kann bei einem ausgewogenen Anlegerdepot ein Anteil von 10 bis 15 Prozent eingeplant werden.

Ist jetzt ein guter Kaufzeitpunkt?
Der Goldpreis ist in den letzten Monaten deutlich gefallen. Ob er noch weiter fällt oder in den nächsten 12 Monaten wieder steigen wird, ist reine Spekulation. Doch viele Minengesellschaften haben bereits Probleme, bei dem aktuellen Goldpreis einzelne Minen noch wirtschaftlich zu betreiben und fahren die Produktion bereits zurück. Wer Gold als Vermögenssicherung nutzen will, sollte zudem nicht laufend auf den Preis schauen. Es ist wie mit der eigenen Immobilie, die man auch nicht jedes Jahr neu bewerten lässt.

Neben Banken gibt es auch im Internet immer mehr Anbieter. Woran erkennt man einen seriösen Anbieter?
Gold und Silber sind über das Internet oft günstiger zu erwerben als der Kauf über die Hausbank. Hinweise für einen guten Händler können Kundenbewertungen sein. Auch die Ware sollte von bekannten Goldproduzenten stammen. Idealerweise befindet sich der Sitz des Händlers im Heimatland des Anlegers, um ihn bei Problemen auch rechtlich belangen zu können. Bei dem Kauf über Auktionsplattformen sollte man sehr vorsichtig sein und sich die Reinheit und Echtheit des Edelmetalls von einem unabhängigen Gutachter bestätigen lassen.

Zum 1. Januar 2014 steigt der Mehrwertsteuersatz beim Kauf von Silbermünzen von 7 auf volle 19 Prozent. Sollte jetzt noch schnell Silbermünzen erworben werden?
Wer in nächster Zeit den Kauf von Silbermünzen plant, der sollte den günstigeren Mehrwertsteuersatz in diesem Jahr noch auszunutzen.

Manche Anbieter bieten auch die zollfreie Lagerung in der Schweiz an. Was ist dabei zu beachten?
Die Einlagerung von Gold im Zollfreilager in der Schweiz klingt zunächst verlockend. Doch das Lager ist in der Regel weit weg vom Wohnort des Anlegers. Der Weg dahin führt über Goldhändler und Banken, die das Edelmetall für den Anleger einlagern. Es ist also sicherzustellen, dass man als Anleger auch im Insolvenzfall des Händlers ohne großen Aufwand noch an sein Gold gelangt und die Eigentumsverhältnisse geklärt sind.

Bei einzelnen Angeboten wird hervorgehoben, dass das Edelmetallvermögen als Sondervermögen deklariert und somit vor Insolvenz des Anbieters geschützt ist. Wie werthaltig ist so eine schriftliche Regelung?
Eine solche Regelung ist aus heutiger Sicht werthaltig. Ich sehe eher organisatorische als rechtliche Probleme. Wertpapiere im Sondervermögen werden nicht der Insolvenzmasse hinzugerechnet und können somit vom Anleger von einer Depotstelle auf eine andere übertragen werden. Bei Bankschließfächern könnte es etwas problematischer werden, Zugang zu den Räumlichkeiten zu bekommen.

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