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Immobilienpreise in Deutschland 2025 wieder gestiegen

24.04.2026. Nach­dem die Im­mo­bi­li­en­prei­se in Deutsch­land drei Jahre lang in­fla­ti­ons­be­rei­nigt ge­sun­ken sind, zogen sie 2025 wie­der leicht an: Im Durch­schnitt aller Land­krei­se und kreis­frei­en Städ­te stie­gen die Prei­se für Ei­gen­tums­woh­nun­gen im Be­stand ge­gen­über dem Vor­jahr real, also nach Abzug der In­fla­ti­ons­ra­te von 2,2 Pro­zent, um 0,6 Pro­zent.

Zum Ver­gleich: Im Jahr 2024 lagen die Prei­se real noch 2,8 Pro­zent, 2023 sogar 10,1 Pro­zent unter dem je­wei­li­gen Vor­jah­res­ni­veau. Dies sind zen­tra­le Er­geb­nis­se der Stu­die „Postbank Wohn­at­las 2026“. Im Auf­trag der Postbank be­rech­ne­ten Ex­per­tin­nen und Ex­per­ten des Ham­bur­gi­schen Welt­wirt­schafts­in­sti­tuts (HWWI), in wel­chen Re­gi­o­nen die Prei­se be­son­ders stark ge­stie­gen be­zie­hungs­wei­se ge­fal­len sind und wie hoch der durch­schnitt­li­che Qua­drat­me­ter­preis im Jahr 2025 war.

„Wir sehen ak­tu­ell eine Trend­wen­de auf dem deut­schen Im­mo­bi­li­en­markt. In vie­len Re­gi­o­nen sind die Prei­se für Ei­gen­tums­woh­nun­gen im ver­gan­ge­nen Jahr in­fla­ti­ons­be­rei­nigt erst­mals seit 2021 wie­der ge­stie­gen“, sagt Ma­nu­el Beer­mann, Lei­ter Pro­dukt­ma­nage­ment Im­mo­bi­li­en der Pri­vat­kun­den­bank in Deutsch­land. „Die Nach­fra­ge zieht lang­sam wie­der an, auch weil sich viele Kauf­in­ter­es­sier­te auf das neue Zin­s­um­feld ein­ge­stellt haben. Gleich­zei­tig bleibt das An­ge­bot knapp, vor allem auf­grund der ge­rin­gen Bau­tä­tig­keit. Nach der Kor­rek­tur der ver­gan­ge­nen Jahre sta­bi­li­siert sich der Markt nun Schritt für Schritt.“

Postbank Wohnatlas 2026: Trendwende: Immobilienpreise in Deutschland 2025 wieder gestiegen

Preis­an­stieg fällt in Mit­tel­städ­ten be­son­ders groß aus

Der Auf­wärts­trend ist in den Städ­ten mit bis zu 100.000 Ein­woh­nern be­son­ders stark zu spü­ren. Im Durch­schnitt über alle diese Mit­tel­städ­te stie­gen die Prei­se 2025 real um 1,2 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­jahr an. In den Groß­städ­ten mit mehr als 100.000 Ein­woh­nern wur­den Ei­gen­tums­woh­nun­gen um real 0,8 Pro­zent teu­rer, in den Land­krei­sen um 0,5 Pro­zent. We­ni­ger stark be­trof­fen waren die sie­ben größ­ten deut­schen Städ­te („Big 7“), hier stieg der Preis im Schnitt um 0,2 Pro­zent.

Unter den Mit­tel­städ­ten sticht vor allem Pir­ma­sens her­aus: In der am West­rand des Pfäl­zer­wal­des ge­le­ge­nen Stadt in Rheinland-​Pfalz stie­gen die Prei­se für Ei­gen­tums­woh­nun­gen 2025 real um 11,4 Pro­zent. Al­ler­dings lagen sie mit durch­schnitt­lich 1.482 Euro pro Qua­drat­me­ter immer noch auf nied­ri­gem Ni­veau. In Cott­bus, der zweit­größ­ten Stadt Bran­den­burgs, stie­gen die Prei­se eben­falls deut­lich an. Dort zogen ei­ni­ge be­son­ders hoch­prei­si­ge An­ge­bo­te den Schnitt nach oben.

Unter den Groß­städ­ten ist vor allem Pots­dam ein noch kost­spie­li­ge­rer Wohn­ort ge­wor­den. Die Prei­se für Ei­gen­tums­woh­nun­gen stie­gen in der Haupt­stadt Bran­den­burgs real durch­schnitt­lich um 14,3 Pro­zent auf 5.897 Euro pro Qua­drat­me­ter.

„Mittel-​ und Groß­städ­te mit guter In­fra­struk­tur ste­hen schon län­ger im Fokus vie­ler Woh­nungs­käu­fe­rin­nen und -​käufer, be­son­ders im Um­land der so­ge­nann­ten Big 7. Denn die Im­mo­bi­li­en­märk­te in den Me­tro­po­len sind seit Jah­ren über­hitzt“, sagt Beer­mann.

Große Unterschiede in den Metropolen

In den für den Im­mo­bi­li­en­markt be­deu­tends­ten sie­ben Me­tro­po­len ent­wi­ckel­ten sich die Prei­se sehr un­ter­schied­lich. In Ber­lin und Stutt­gart san­ken sie real im Ver­gleich zum Vor­jahr – in der baden-​württembergischen Lan­des­haupt­stadt sogar um 1,4 Pro­zent. In Frank­furt am Main blie­ben die Prei­se real na­he­zu un­ver­än­dert. Den höchs­ten in­fla­ti­ons­be­rei­nig­ten An­stieg ge­gen­über dem Vor­jahr ver­zeich­ne­te da­ge­gen Ham­burg mit durch­schnitt­lich 1,0 Pro­zent, dicht ge­folgt von Mün­chen mit ge­run­det eben­falls 1,0 Pro­zent. Beide blei­ben ein teu­res Pflas­ter: Eine Ei­gen­tums­woh­nung im Be­stand kos­te­te hier im ver­gan­ge­nen Jahr 9.070 be­zie­hungs­wei­se 6.394 Euro pro Qua­drat­me­ter. In der im Ver­gleich güns­tigs­ten Me­tro­po­le Stutt­gart lag der Qua­drat­me­ter­preis 2025 bei 4.737 Euro.

Auch im Um­land der Big 7 sind die Kauf­prei­se in­fla­ti­ons­be­rei­nigt nur teil­wei­se wie­der ge­stie­gen. Das be­trifft vor allem das Um­land von Ham­burg mit Aus­nah­me des Land­krei­ses Herzogtum-​Lauenburg (-1,9 Pro­zent) und den Speck­gür­tel von Köln mit Aus­nah­me der Stadt Le­ver­ku­sen (-0,8 Prozent). Im Um­land von Stutt­gart san­ken die Prei­se da­ge­gen weit über­wie­gend, nur im Land­kreis Göp­pin­gen stie­gen sie real um 1,8 Pro­zent.

Stei­gen­de Prei­se in Sach­sen, Rheinland-​Pfalz und Bre­men

In den al­pen­län­di­schen Fe­ri­en­re­gi­o­nen zeig­te sich zu­meist noch keine Trend­wen­de, die Prei­se für Ei­gen­tums­woh­nun­gen gin­gen 2025 wei­ter leicht zu­rück. Im Durch­schnitt san­ken sie real um 1,1 Pro­zent. Ein Bei­spiel ist der bay­e­ri­sche Land­kreis Garmisch-​Partenkirchen, in dem Ei­gen­tums­woh­nun­gen real 3,1 Pro­zent güns­ti­ger waren als im Vor­jahr. Im Süd­wes­ten Bay­erns stie­gen die Prei­se da­ge­gen in­fla­ti­ons­be­rei­nigt leicht an.

In den Fe­ri­en­re­gi­o­nen an der Nord- und Ost­see lagen die Kauf­prei­se wei­ter­hin auf einem hohen Ni­veau, al­ler­dings ver­zeich­ne­ten ei­ni­ge be­son­ders hoch­prei­si­ge Krei­se deut­li­che Ein­bu­ßen: Nord­fries­land mit den be­lieb­ten Ur­laubs­in­seln Sylt, Föhr und Amrum hat mit 7.886 Euro pro Qua­drat­me­ter die zweit­höchs­ten Prei­se für Ei­gen­tums­woh­nun­gen in ganz Deutsch­land, 2025 san­ken sie je­doch real um 7,4 Pro­zent. Im nie­der­säch­si­schen Land­kreis Au­rich, zu dem die In­seln Juist, Nor­der­ney und Balt­rum ge­hö­ren, gin­gen die Prei­se um 8,6 Pro­zent zu­rück. In den Land­krei­sen an der schleswig-​holsteinischen Ost­see stie­gen sie in­fla­ti­ons­be­rei­nigt da­ge­gen an.

In Deutsch­lands teu­ers­ter Re­gi­on, der Stadt Mün­chen, muss­ten Käu­fer 2025 mehr als 9.000 Euro pro Qua­drat­me­ter aus­ge­ben. Auch die um­lie­gen­den bay­e­ri­schen Land­krei­se Mies­bach, Mün­chen und Starn­berg blie­ben mit mehr als 6.500 Euro pro Qua­drat­me­ter hoch­prei­sig. Im Ver­gleich be­son­ders nied­rig lie­gen die Kauf­prei­se für Ei­gen­tums­woh­nun­gen nach wie vor in den meis­ten Re­gi­o­nen Mit­tel­deutsch­lands. Die güns­tigs­te Re­gi­on war der Vogt­land­kreis in Sach­sen mit nur 900 Euro pro Qua­drat­me­ter. Auch im thü­rin­gi­schen Land­kreis Greiz lagen die Prei­se mit durch­schnitt­lich 944 Euro pro Qua­drat­me­ter im drei­stel­li­gen Be­reich.

Hinter­grund­infor­ma­tionen zum Postbank Wohn­atlas 2026

Der Postbank Wohn­at­las ist eine jähr­lich er­schei­nen­de, mehr­tei­li­ge Stu­di­en­rei­he, die den deut­schen Im­mo­bi­li­en­markt unter ver­schie­de­nen Aspek­ten re­gi­o­nal bis auf Kreis­ebe­ne be­leuch­tet. Für die vor­lie­gen­de Preis­ana­ly­se, die den ers­ten Stu­di­en­teil des dies­jäh­ri­gen Wohn­at­las dar­stellt, wurde unter der Lei­tung von Dr. Dirck Süß, Ge­schäfts­füh­rer des Ham­bur­gi­schen Welt­Wirt­schafts­In­sti­tuts (HWWI), die Im­mo­bi­li­en­preis­ent­wick­lung in den 400 deut­schen Land­krei­sen und kreis­frei­en Städ­ten un­ter­sucht.

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