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Unwetterschäden: Fünf wichtigste Tipps für Betroffene

Nach heftigen Unwettern in Teilen Deutschlands informiert die GVI, worauf Betroffene jetzt achten sollten, um Schäden richtig zu dokumentieren und Ansprüche gegenüber der Versicherung zu sichern.

22.06.2026. In den vergangenen Tagen haben starke Unwetter in mehreren Regionen Deutschlands erhebliche Schäden verursacht. Für Betroffene ist es jetzt entscheidend, schnell und überlegt zu handeln, um den Schaden möglichst gering zu halten und Ansprüche gegenüber der Versicherung nicht zu gefährden. Darauf weist die Verbraucherorganisation Geld und Verbraucher e.V. (GVI) hin und gibt konkrete Handlungsempfehlungen.

GVI-Präsident Siegfried Karle benennt die fünf wichtigsten Maßnahmen nach Unwetterschäden: Erstens sollten Betroffene umgehend prüfen, ob weitere Schäden verhindert werden können, etwa durch das Abdecken beschädigter Dächer oder das Abpumpen von Wasser. Solche Sofortmaßnahmen dienen der sogenannten Schadenminderungspflicht und werden von Versicherern erwartet. Zweitens ist die Versicherung schnellst-möglich zu informieren. Viele Anbieter bieten hierfür inzwischen auch unkomplizierte digitale Meldemöglichkeiten an.

Drittens gilt: Reparaturen sollten grundsätzlich erst nach Rücksprache mit dem Versicherer beauftragt werden, sofern keine unmittelbare Gefahr besteht. So lassen sich spätere Unstimmigkeiten über die Kostenübernahme vermeiden. Viertens ist eine sorgfältige Dokumentation unerlässlich. Schäden sollten vor der Beseitigung fotografiert oder per Video festgehalten werden. Auch Rechnungen, Belege und gegebenenfalls Zeitungsberichte über das Unwetterereignis können hilfreich sein, um den Schadenhergang nachvollzieh-bar zu belegen.

Fünftens sollten beschädigte Gegenstände möglichst nicht vorschnell entsorgt werden. In vielen Fällen verlangt die Versicherung eine Besichtigung oder zumindest eine genaue Dokumentation. Erst nach Abstimmung mit dem Versicherer sollten betroffene Gegen-stände entsorgt oder ersetzt werden. Bei extremen Schadensereignissen haben zahlreiche Versicherer die Verfahren zur Schadenmeldung und -regulierung vereinfacht, um Betroffene schneller zu unterstützen.

Die GVI empfiehlt zudem, Versicherungsunterlagen regelmäßig zu prüfen, um sicherzustellen, dass relevante Risiken wie Sturm, Hagel oder Starkregen ausreichend abgedeckt sind. Gerade Elementarschäden sind nicht in jeder Standardpolice automatisch enthalten und müssen oft zusätzlich vereinbart werden.

Weitere ausführliche Informationen zum Thema „Unwetterschäden und Versicherung“ sowie praktische Tipps zur Schadensverhütung stellt die GVI kostenfrei auf ihrer Website unter www.geldundverbraucher.de in der Rubrik „Gratis“ zur Verfügung.


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Schlagwörter:
Unwetterschäden, Tipps

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