Sicherer Schulweg: Unfallrisiken zum Schulstart richtig absichern
18.08.2026. In einigen Bundesländern hat das neue Schuljahr bereits begonnen, in anderen endet die Sommerpause in den kommenden Wochen. Damit starten bundesweit wieder Hunderttausende Kinder als Erstklässler in einen neuen Lebensabschnitt. Für viele von ihnen gehört dazu auch der tägliche Schulweg, den sie zunehmend selbstständig bewältigen. Doch gerade in den ersten Schulwochen lauern zahlreiche Gefahren im Straßenverkehr. Die GVI weist deshalb darauf hin, dass Eltern ihre Kinder sorgfältig auf den Schulweg vorbereiten und gleichzeitig auf einen umfassenden Versicherungsschutz achten sollten.
Wichtige Grundlage bildet gesetzliche Unfallversicherung
Eine wichtige Grundlage bildet die gesetzliche Unfallversicherung, die Schülerinnen und Schüler während des Schulwegs sowie während des Schulbesuchs absichert. Der Versicherungsschutz gilt unabhängig davon, ob das Kind zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Schulbus oder anderen Verkehrsmitteln unterwegs ist. Voraussetzung ist jedoch, dass es sich um den direkten Weg von und zur Schule handelt. Bereits kleinere private Umwege können dazu führen, dass der gesetzliche Schutz eingeschränkt oder sogar ausgeschlossen wird.
Kommt es zu einem versicherten Unfall, übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten einer umfassenden Heilbehandlung. Darüber hinaus können bei dauerhaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen weitere Leistungen, beispielsweise in Form einer Rente, gewährt werden. Dennoch sollten Eltern die Grenzen dieses Schutzes kennen. Die Leistungen orientieren sich vor allem an den Folgen für die spätere Erwerbsfähigkeit und ersetzen nicht jede finanzielle Belastung, die durch einen schweren Unfall entstehen kann.
Achtung! Bei 12- bis 15-Jährigen ist Unfallrisiko oftmals höher als bei Grundschulkindern
Besonders wichtig ist dabei die Erkenntnis, dass Schulwegsicherheit nicht ausschließlich Erstklässler betrifft. Unfallstatistiken zeigen, dass auch ältere Kinder und Jugendliche regelmäßig in Verkehrsunfälle verwickelt sind. Vor allem bei den 12- bis 15-Jährigen ist das Unfallrisiko oftmals höher als bei Grundschulkindern. Zudem ereignen sich viele Verkehrsunfälle von Schülerinnen und Schülern weiterhin im Zusammenhang mit der Nutzung des Fahrrads
Die meisten Unfälle von Kindern passieren nicht auf dem Schulweg, sondern in der Freizeit
Darüber hinaus passieren die meisten Unfälle von Kindern nicht auf dem Schulweg, sondern in der Freizeit. Ob beim Sport, beim Spielen oder bei anderen Freizeitaktivitäten: Das Unfallrisiko begleitet Kinder durch den gesamten Alltag. In diesen Fällen besteht häufig kein Schutz über die gesetzliche Unfallversicherung. Deshalb empfiehlt die GVI Eltern, den gesetzlichen Schutz durch eine private Unfallversicherung mit ausreichender Kapitalleistung zu ergänzen.
Für Familien kann ein schwerer Unfall eines Kindes nicht nur emotional belastend sein, sondern auch erhebliche finanzielle Folgen nach sich ziehen. Bleibende körperliche Einschränkungen, notwendige Umbaumaßnahmen im Wohnumfeld, zusätzliche Betreuungskosten oder langfristige Unterstützung können hohe Ausgaben verursachen. Eine private Unfallversicherung kann dazu beitragen, solche finanziellen Belastungen abzufedern und den betroffenen Familien mehr Sicherheit zu geben.
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