E-Bikes im Test: 9 von 16 fallen durch


31.05.2013. Katastrophale Ergebnisse im aktuellen Pedelec-Test von ADAC und Stiftung Warentest: Die Elektrofahrräder der Hersteller Leviatec, Kreidler, KTM, Sinus, Flyer, Top Velo, Fischer, Victoria und Raleigh sind bei der Untersuchung glatt durchgefallen gleich neun Mal lautete das vernichtende Urteil "mangelhaft"!

Hauptprobleme beim Test der Elektrofahrräder

Bei fünf Rädern brachen im Belastungstest Rahmen, Lenker oder die Aufnahmen für die Hinterachse, drei Modelle wurden wegen mangelhafter Bremsen abgewertet. Ein Pedelec (Raleigh/ Impulse iR HS) sendet so starke elektromagnetische "Störwellen" aus, dass damit sogar die Funkdienste von Polizei, Feuerwehr und Rettung massiv gestört werden können. Auch dafür blieb den Testern nur das Urteil "mangelhaft". Die Elektrofahrräder Modelle von Pegasus und Kalkhoff überschritten den elektromagnetischen Grenzwert zwar ebenfalls geringfügig, dennoch gab es für sie die Testnote "ausreichend".

ADAC Test: Pedelecs 2013

Quelle: YouTube, Veröffentlicht am 28.05.2013

Nur 2 Pedelecs gut

Lediglich zwei Elektrofahrräder Modelle (E-Courier SX von Stevens und Obra RT von Kettler) erhielten das ADAC Urteil "gut". Das sportliche Elektro-Fahrrad von Stevens überzeugte mit guten Laufeigenschaften, kurzer Ladedauer und guter Reichweite. Die Schaltung sowie die Transportmöglichkeit für das Gepäck lassen allerdings noch Raum für Optimierungen. Das ebenfalls positiv bewertete Pedelec von Kettler erwies sich im Test als komfortabel und durch die Lenkerposition zum gemütlichen Fahren geeignet. Es ist allerdings nicht allzu wendig.

Reichweite der Elektrofahrräder oft zu gering

Die Spanne der erzielten Reichweite lag über alle getesteten Pedelecs hinweg zwischen 25 und 75 Kilometern. Die Modelle von Kalkhoff und Raleigh überzeugten mit einer Reichweite von 75 Kilometer, fielen allerdings durch ihre elektromagnetische Wirkung negativ auf.

Fazit Elektrofahrräder-Test:

Weder der Name des Herstellers noch der Preis sind verlässliche Indikatoren für die Qualität eines Elektrofahrrads. Verbraucher können sich nur durch umfangreiche Produkttests informieren, um sich ein eigenes Urteil zu bilden. Nach Ansicht des ADAC ist es nicht akzeptabel, dass die Zukunft der Elektromobilität durch mechanische, sicherheitsrelevante Unzulänglichkeiten bei Pedelecs wie sie im aktuellen Test vorliegen gefährdet wird. Der Club fordert die Hersteller daher auf, umgehend dafür zu sorgen, dass Rahmen, Lenker und Bremsanlage der Elektrofahrräder den Anforderungen Stand halten und ein Höchstmaß an Sicherheit für Nutzer sowie andere Verkehrsteilnehmer bieten. Außerdem muss der elektromagnetische Grenzwert für Strahlungsemissionen zwingend eingehalten werden. Entsprechende Hinweise müssen auch deutlich an die Verbraucher kommuniziert werden.
Mehr Informationen zum Test finden Sie auf den Internetseiten des ADAC: Test Fahrräder mit Elektroantrieb 2013.

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