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Gestiegene Preise: Verbraucher passen Urlaubspläne an

20.02.2026. Auch wenn der All­tag der Ver­brau­cher von wirt­schaft­li­chen Un­si­cher­hei­ten und spür­bar ge­stie­ge­nen Prei­sen ge­prägt ist, bleibt der Ur­laub für die Mehr­heit ein wich­ti­ger Be­stand­teil ihres Le­bens­stils. Laut einer ak­tu­el­len YouGov-​Umfrage im Auf­trag der Postbank wol­len zwei von drei Be­frag­ten (66 Pro­zent) die­ses Jahr pri­vat ver­rei­sen: 40 Pro­zent be­ab­sich­ti­gen, mehr­fach in den Ur­laub zu fah­ren; 26 Pro­zent pla­nen eine Reise ein. 14 Pro­zent der Be­frag­ten geben an, dass sie 2026 nicht ver­rei­sen kön­nen; knapp neun Pro­zent ver­zich­ten grund­sätz­lich auf Ur­laub.

Rei­se­lust be­mer­kens­wert

„Die Zah­len un­ter­strei­chen den hohen Stel­len­wert von Ur­laub im Kon­sum­ver­hal­ten der Be­völ­ke­rung. Trotz wirt­schaft­li­cher Un­si­cher­hei­ten und ge­stie­ge­ner Prei­se bleibt die Rei­se­lust be­mer­kens­wert sta­bil. Dass zwei von drei Men­schen in Deutsch­land ver­rei­sen wol­len, spricht für eine ro­bus­te Kon­sum­nach­fra­ge im Tou­ris­mus­sek­tor“, er­klärt Dr. Ul­rich Ste­phan, Chef­an­la­ge­stra­te­ge für Privat-​ und Fir­men­kun­den der Postbank.

Ur­laub auf „Spar­flam­me“?

Auch wenn die Mehr­heit den Ur­laub fest ein­plant, rü­cken die Kos­ten in den Fokus: Knapp zwei von drei Be­frag­ten mit Ur­laubs­plä­nen (61 Pro­zent) spa­ren in die­sem Jahr an den Rei­se­kos­ten. 50 Pro­zent ach­ten stär­ker auf die Aus­ga­ben als sonst; knapp elf Pro­zent schrän­ken sich fi­nan­zi­ell deut­lich ein. Vor allem die ge­stie­ge­nen Le­bens­hal­tungs­kos­ten geben 38 Pro­zent als Grund für be­schei­de­ne­re Ur­laubs­plä­ne an, ge­folgt von hohen Rei­se­kos­ten (27 Pro­zent). Gut jeder Drit­te (36 Pro­zent) er­klärt, beim Ur­laub nicht zu spa­ren.

Preis­re­a­li­tät setzt Gren­zen - kein grundsätzlicher Verzicht

„Ur­laub steht wei­ter hoch im Kurs – aber die Preis­re­a­li­tät setzt Gren­zen. Die In­fla­ti­on mag sich be­ru­higt haben, doch die Preis­stei­ge­run­gen der ver­gan­ge­nen Jahre wir­ken nach. Viele Ver­brau­cher re­agie­ren auf die wei­ter­hin hohen Le­bens­hal­tungs­kos­ten mit Zu­rück­hal­tung bei ihren Aus­ga­ben und beim Ur­laub: we­ni­ger Rei­sen, güns­ti­ge­re Ziele, stren­ge­re Bud­gets. Ein grund­sätz­li­cher Ver­zicht ist das nicht – Rei­sen bleibt für viele wich­tig, wird aber be­wuss­ter und bud­get­ori­en­tier­ter ge­plant“, er­klärt Dr. Ul­rich Ste­phan.

Preis­be­las­tung bei nied­ri­ge­ren Ein­kom­men - Grenze Haushaltseinkommen von 2.500 Euro

Be­son­ders stark zeigt sich die Preis­be­las­tung bei nied­ri­ge­ren Ein­kom­men: Knapp 76 Pro­zent der Be­frag­ten mit einem mo­nat­li­chen Haus­halts­net­to­ein­kom­men von unter 2.500 Euro spa­ren an den Ur­laubs­kos­ten. Bei Ein­kom­men ab 2.500 Euro trifft dies auf rund 57 Pro­zent zu. Und je schma­ler das Bud­get, desto eher gerät der Ur­laub unter Druck: Fast 19 Pro­zent der Be­frag­ten mit einem Ein­kom­men von unter 2.500 Euro und Rei­se­plä­nen wür­den im Zwei­fel zu­erst auf den Ur­laub ver­zich­ten. Bei hö­he­ren Ein­kom­men liegt die­ser An­teil bei knapp zehn Pro­zent.

Über­wie­gend so­li­de fi­nan­ziert

Trotz ge­stie­ge­ner Kos­ten fi­nan­zie­ren die meis­ten Rei­sen­den ihren Ur­laub wei­ter­hin aus ei­ge­nen Mit­teln. Na­he­zu 57 Pro­zent der Be­frag­ten, die die­ses Jahr einen Ur­laub pla­nen, grei­fen auf Er­spar­nis­se zu­rück; rund 52 Pro­zent de­cken die Aus­ga­ben aus dem lau­fen­den Ein­kom­men. 19 Pro­zent be­zah­len ihre Reise mit der Kre­dit­kar­te. Le­dig­lich vier Pro­zent fi­nan­zie­ren ihren Ur­laub über einen Dispositions-​ oder Ra­ten­kre­dit: „Ur­laub wird be­zahlt, nicht fi­nan­ziert – ein Zei­chen für fi­nan­zi­el­le Dis­zi­plin und sta­bi­le pri­va­te Haus­hal­te“, meint Dr. Ul­rich Ste­phan. „Viele Ver­brau­cher bil­den ge­zielt Rück­la­gen und pas­sen ihre Rei­se­plä­ne ihrem Bud­get an. Klas­si­sche Kre­dit­for­men wie Dispo oder Ra­ten­kre­dit spie­len bei der Fi­nan­zie­rung von Rei­sen kaum eine Rolle."

Kre­dit­kar­ten die­nen dabei vor allem als Zah­lungs­mit­tel

Kre­dit­kar­ten die­nen dabei vor allem als Zah­lungs­mit­tel – nicht als Hebel für kre­dit­fi­nan­zier­ten Kon­sum. Laut Postbank Um­fra­ge wol­len fast 40 Pro­zent der Be­frag­ten, die die­ses Jahr eine Reise pla­nen, im Ur­laub mit der Kre­dit­kar­te be­zah­len. Damit liegt sie knapp vor der Gi­ro­kar­te mit knapp 34 Pro­zent. Be­lieb­tes­tes Zah­lungs­mit­tel deut­scher Ur­lau­ber bleibt das Bar­geld – rund 56 Pro­zent be­ab­sich­ti­gen, mit Mün­zen und Schei­nen zu be­zah­len. Und knapp 42 Pro­zent der Deut­schen mit Ur­laubs­plä­nen neh­men so viel Bar­geld mit in den Ur­laub, dass es min­des­tens für die meis­ten Aus­ga­ben reicht.

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