Wie die junge Generation das Thema Altersvorsorge wirklich sieht
23.02.2026. Wie denken junge Menschen heute über Altersvorsorge? Wie gut kennen sie sich aus? Und was erwarten sie vom Staat und von ihrem Umfeld? Antworten liefert die neue Studie „Jugend, Vorsorge, Finanzen“ des Versorgungswerks MetallRente. Seit 2010 wird sie alle drei Jahre durchgeführt, diesmal auf Basis einer repräsentativen Befragung von 2.500 Personen zwischen 17 und 27 Jahren. Im Fokus stehen Wahrnehmung, Wissen und Erwartungen zur eigenen finanziellen Zukunft.
Junge Menschen sparen – aber fühlen sich allein gelassen
Rund 54 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen sparen bereits für die Altersvorsorge. Der Wille ist also vorhanden – das Wissen hingegen oft nicht.
• Nur ein Drittel glaubt, sich gut mit Altersvorsorge auszukennen.
• Die Nachfrage nach Informationen ist hoch, das Zeitfenster eng.
87 Prozent wünschen sich daher ein eigenes Schulfach zu Wirtschaft und Finanzen – inklusive Altersvorsorge.
Was junge Menschen von ihrer Altersvorsorge erwarten
Die Vorstellungen sind klar und erstaunlich einheitlich:
• 96 % wünschen sich eine lebenslange Auszahlung.
• 95 % erwarten Sicherheit.
• 92 % wollen eine gute Rendite.
Zwischen Handlungsbereitschaft und Wissenslücke: zentrale Erkenntnisse
1. Altersvorsorge bleibt ein Top-Sparziel
Mit 61 Prozent steht Altersvorsorge als Spargrund auf Rang vier – noch vor dem Eigenheim.
2. Die Angst vor Altersarmut ist groß
75 Prozent fürchten, im Alter zu wenig Rente zu erhalten. Frauen sind hier deutlich stärker besorgt als Männer.
Auch das Vertrauen in Politik und Zukunft sinkt: Die Zuversicht, dass sich Deutschland positiv entwickelt, fiel von 47 Prozent (2023) auf 26 Prozent.
3. Aktien führen klassische Sparformen deutlich ab
Aktien und Fonds sind heute das beliebteste Instrument zur Altersvorsorge:
• 62 Prozent der jungen Generation setzen darauf.
• Die Zahl hat sich seit 2019 verdoppelt.
• Frauen haben in den letzten drei Jahren stark aufgeholt.
4. Finanzwissen bleibt lückenhaft
Nur 54 Prozent wissen, dass Einzelaktien riskanter sind als breit gestreute Fonds oder dass hohe Rendite meist hohes Risiko bedeutet. Fast die Hälfte fühlt sich insgesamt schlecht informiert – bei Altersvorsorge sogar zwei Drittel.
5. Forderung nach verständlicher Information
Der Ruf nach Orientierung ist laut:
• 91 Prozent fordern verständlich formulierte Informationen.
• 87 Prozent wollen Finanzbildung bereits in der Schule.
• 75 Prozent wünschen sich unabhängige Infoquellen.
Fazit: Die Jugend ist bereit – aber sie braucht verlässliche Orientierung
Die junge Generation sparen will, interessiert ist, und ihren Beitrag leisten möchte. Aber ohne verständliche Informationen, verlässliche Rahmenbedingungen und niedrigschwellige Angebote bleibt die Kluft zwischen Anspruch und Realität bestehen.
Link zur Studie:
https://www.metallrente.de/fileadmin/docs/Website/In_den_Medien/BetrAV_7-25_Muellerleile-Schminke.pdf
Update-Service: Insider-Tipps
Verpassen Sie keine exklusiven Warnungen, Tipps, Gratis-Tools, Gratis-Videos und Gratis-Downloads mit dem kostenlosen GVI-Insider-Newsletter.
Angebots-Service:
Wenn Sie ein interessantes Angebot suchen, nutzen Sie einfach den GuV-Angebotsservice.
