Schwellenländeranleihen – nichts für schwache Nerven

Foto: Bankenverband

13.02.2018. Viele Sparer sind auf der Suche nach Anlagen, die attraktive Zinsen anbieten. Das ist bei Sparbüchern, Tages- und Festgeldern schon lange nicht mehr der Fall. Auch die Rendite von 0,5 Prozent, die Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren abwerfen, ist eher mager. Es wundert daher nicht, dass das Interesse institutioneller Anleger an Anleihen aus Schwellenländern, also Entwicklungsländern, die zum Sprung zum Industrieland ansetzen, groß ist. Sie belohnen das höhere Risiko mit wesentlich attraktiveren Zinsen als deutsche Staatspapiere. Anleihen aus Ländern wie beispielsweise Ägypten oder auch Jamaika haben deswegen in den zurückliegenden Monaten kräftige Zuflüsse erlebt. Aber auch private Sparer können bei Schwellenländeranleihen profitieren. Dabei dürfen sie jedoch die Gefahr hoher Kurs- und Währungsschwankungen sowie einer Zahlungsunfähigkeit eines Landes nicht aus den Augen verlieren. Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der Fondsgesellschaften hin.

Möglichkeit in Schwellenländeranleihen zu investieren

Um von den höheren Renditen zu profitieren, besteht die Möglichkeit, über Fonds in Schwellenländeranleihen zu investieren. Deren Fondsmanager legen das Geld in einen Korb von Anleihen unterschiedlicher Emittenten und Währungen an. Das minimiert die Risiken gegenüber einer Direktanlage. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass sich das lohnen kann: So verzeichneten Rentenfonds, die in Schwellenländeranleihen investierten, in den zurückliegenden 15 Jahren per Ende Dezember 2017 eine Rendite von 111,1 Prozent, was einem durchschnittlichen jährlichen Ertrag von 5,1 Prozent entspricht. Trotz der verlockenden Renditeaussichten sollten Sparer aber auch nicht alles auf eine Karte setzen, sondern Schwellenländeranleihefonds ihrem Depot lediglich beimischen.

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